Die vom Vorstand vorgelegten Arbeitsmaterialien
sowie die Vorschläge für die Arbeitschwerpunkte im Jahr 2010/11 wurden einstimmig bestätigt.
Auf Vorschlag der Mitglieder wurden in den Vorstand gewählt:
Mareen Mai wurde als Kassenprüferin bestätigt
Dieses Herangehen erlaubt es deshalb ergänzende Bemerkungen auf einige ausgewählte Schwerpunkte zu beschränken
Die Bedeutung der Errichtung des Centers am Helene-Weigel-Platz ist im Rechenschaftsbericht eindeutig beschrieben. Hier soll vor allem noch einmal unterstrichen werden, dass die gewollte Wirkung des Centers auf die Gesamtentwicklung des Platzes das Zusammenwirken aller am Platz wirkenden Eigentümer und Gewerbetreibenden sowie mit den Bürgern auf hohem Niveau erfordert. Die Mitglieder des Vereins gehen davon aus, dass der erwartete Zuwachs von Bürgern, die den Platz aufsuchen nicht allein durch die Besucher des Centers zustande kommt, auf die man einfach warten muss. Gefragt sind genau so die Initiativen und die Ideen der bereits ansässigen Gewerbetreibenden, einschließlich der Markthändler, um Besucher an den Platz zu ziehen. Nicht zufällig haben wir, mit Zustimmung des Autors, für die Homepage eine Luftbildaufnahme des Helene Weigel-Platzes von Thomas Weber gewählt, da wir keine bessere Darstellung der städtebaulichen Konzeption des Platzes gefunden haben. Thomas Weber ist Architekt und wusste, was fotografiert werden muss, da er an der Konzeption mitgearbeitet hat. Das Bild zeigt deutlich, dass der Platz immer in seiner Ganzheit betrachtet werden muss, da er nur in dieser Gesamtheit funktionsfähig ist. Diese Überlegung liegt auch dem Beschluss des Bezirksamtes zur „Einrichtung einer Steuerrungsrunde zum Bauvorhaben der TLG Immobilien GmbH und zur weiteren Entwicklung des Helene-Weigel-Platzes sowie seines Umfeldes“ zugrunde. Dieser Sachverhalt muss jedem Besucher des Platzes –vor allem jenem Teil , der über den neu gebauten Parkplatz auf den Platz kommt - durch die Installation eines qualifizierten und detaillierten Wege-Leitsystems mit Hinweisen „Wer ist wo“ und auf welchen Wegen erreichbar ist, vermittelt werden. Das ist eine Forderung unseres Vereins und der am Platz tätigen Gewerbetreibenden, weil das ein wesentliches Element für die gewollte Entwicklung des Platzes ist.
Zustimmend wurde zur Kenntnis genommen, dass die Ergebnisse der Gewerbetätigkeit in unserer Region in zunehmenden Maße davon abhängen, dass es gelingt den veränderten demografischen Bedingungen Rechnung zu tragen und das dem auch die Entwicklung der Gewerbestruktur angepasst werden muss (Siehe Rechenschaftsbericht S. 5). Bereits in der Jahreshauptversammlung 2005 wurde auf die deutliche Erhöhung der Alterstruktur und die Verschlechterung der Sozialindizes in Marzahn-Süd und die daraus ergebenden Konsequenzen eingegangen. Den vorliegenden Statistiken und Analysen muss entnommen werden, dass die soziale Situation in Marzahn-Hellersdorf im Bezirksvergleich deutlich schlechter geworden ist und, dass sich dieser Trend in nächster Zeit voraussichtlich fortsetzen wird. In Bezug auf den Sozialindex, dem Indikator der sozialen Belastung, hat sich in den letzten 5Jahren, dem „Sozialstrukturatlas Berlins 2008“ zufolge Marzahn-Hellersdorf vom 5. auf den 9. Rangplatz und damit stärker als jeder andere Bezirk verschlechtert Umso unverständlicher ist deshalb auch die Entscheidung, die Mittagsversorgung im Alten Marzahner Rathaus kurzerhand einzustellen. Ähnliches haben wir vor Jahren im September 2005 schon mal erlebt. Auf unsere, durch mehr als 2000 Unterschriften untersetzte Forderung das Bürgerbüro im Alten Marzahner Rathaus zu erhalten, eben wegen des hohen Anteils an älteren Menschen in unserer Region, hat uns der damalige Bürgermeister in seiner charmanten Art über 2 Sachverhalte aufgeklärt. 1. verlagere sich die politische Mitte im Zusammenhang mit der Funktion des „Eastgate“ in die Marzahner Promenade, in der auch - neben bedeutenden Banken, ein modernes Bürgerbüro eingerichtet werde und 2. sei für die Bürger im derzeitigen Einzugsbereich des Alten Marzahner Rathauses die Nutzung des Büros in der Marzahner Promenade zumutbar, schließlich verfügen wir ja über ein modernes Verkehrssystem. Die Verlagerung der politischen Mitte war mit weit mehr Verschlechterungenverbunden, als die oben genannten. (Siehe Rechenschaftsbericht S. 3).
Im Rechenschaftsbericht ist auf S. 2 eine kurze Bewertung des Stellenwerts der Homepage des Vereins enthalten. Inhaltlich ist diesem Zusammenhang das wichtigste gesagt. Die aktuelle Zugriffszahl beträgt per 22.09.2010 28725 Visits. Einzig in der Page des Vereins wurde am 13.09. über die Eröffnung des Kaiser’ Verbrauchermarktes am 23.09. informiert. Die Eröffnung wurde selbst auf den Internetseiten von Kaisers’ nicht bekannt gemacht. Vom 13.-23.09. weist die Statistik eine Zugriffszahl von fast 3000 Usern aus. Am 23. wurde die Information um eine kleine Diashow ergänzt, um deutlich zu machen, was da Schickes hingestellt wurde. Preis = 0. Auf das Dankeschön warten wir nicht mehr. Natürlich schreiben wir Niemanden vor, wo und mit welchem Aufwand er Werbung betreibt. Aber klar ist natürlich, dass gestaltete Internetseiten nicht durch das Zusammenkleben von Seiten aus nicht mehr nutzbaren Malbüchern entstehen. Der Vorstand wurde durch die Mitgliederversammlung beauftragt zum Jahresende einen Vorschlag vorzulegen, wie die Internetarbeit künftig finanziert werden soll.
Schließlich möchten wir uns so kurz wie möglich noch zu einem Thema äußern, dass viele Vereinsmitglieder, andere Gewerbetreibende und auch Bürger mehr oder weiniger beschäftigt. Am 23. September hat der neue Kaiser geöffnet. Zugespitzt wird in diesem Zusammenhang zuweilen die Frage, die eine Bewertung dieses Vorgangs, wenn auch häufig hinter vorgehaltener Hand, beinhaltet: Ist die Sache ein Erfolg oder eine nicht durchdachte Pleite? Der Springpfuhl e.V. hat sich seit 10 Jahren dafür eingesetzt, dass genau an dieser Stelle etwas passiert, das dazu beiträgt, den Platz wieder aufzuwerten. Das betrifft, wie im Bericht dargestellt ist mehr als die Bebauung der Westseite des Helene-Weigel-Platzes. Zum unmittelbaren Vorhaben haben wir unsere Meinung auf S. 6 des Berichtes unmissverständlich formuliert. Das ist nach unserer Kenntnis auch die mehrheitliche Auffassung der Menschen, die hier leben. Den 2.Teil der Frage möchten wir etwas ausführlicher aus unserer Sichtweise beantworten. Natürlich ist bekannt, dass sich Meinungen im Laufe der Zeit ändern können. Wir greifen dennoch zurück auf einen Artikel im „Berliner Abendblatt“ vom 12.Dezember 2009 mit dem Titel: Die Leiden der Platzbewohner - Statt im Lichterglanz versinkt der Helene-Weigel-Platz in Dreck und Baustellenlärm“. Eine Frau wird wie folgt zitiert: „Wir leiden. Ständig wird hier gebaut, herrscht Dreck. Warum wurde der Abriss der TLG-Häuser nicht zusammen mit der jahrelangen Renovierung der Brunnenanlage und der aufwendigen Renovierung der Schwimmhalle koordiniert“. Für die Geschäftsleute der Springpfuhlpassage erklärt ein seit langem ansässiger Optiker „zum Glück seien er und andere Geschäftsleute kaum auf Laufkundschaft angewiesen. …Aber habe man die soliden Bauten wirklich völlig abreißen müssen…Ein Bauarbeiter sei bei ihm im Geschäft gewesen und habe die Qualität der alten Fensterrahmen gelobt“. Was die freundliche Dame zur Koordinierung der Bauvorhaben fordert ist toll. Ich habe längere Zeit gebraucht, um zu begreifen, dass Marktwirtschaft aus unterschiedlichen, nicht immer freundschaftlich verbundenen Eigentümern besteht, und dass das Ganze anders funktioniert als es für wünschenswert gehalten wird. Aber die Forderung halten wir für gut. Schließlich leben wir in einer parlamentarischen Demokratie und es gibt eine ausreichende Anzahl von Politikern, die dafür da sind, solche Dinge zu regeln. Was der Geschäftsinhaber, zum Beispiel was die Rolle der Laufkundschaft betrifft zum Besten gibt, betrifft sicher eine andere Passage. Seine Kollegen sind – in Übereinstimmung mit der Realität - genau umgekehrter Auffassung. Sie erhoffen sich von dem Center, wenn es erst vollständig funktionsfähig ist, einen größeren Zulauf an Kunden, den sie auch dringend brauchen.
In der Diskussion hat die Entwicklung der Springpfuhlpassage, die Erhöhung ihrer Attraktivität und Anziehungskraft eine besondere Rolle gespielt
Es geht auf das Jahresende zu. Mit der Eröffnung des Verbrauchermarktes von Kaiser’s wird sich der Centerbau für eine bestimmte Zeit als normaler Prozess der Fertigstellung, ohne besondere Höhepunkte um die Jahreswende, bis zum Frühjahr hinziehen.
Deshalb wurde in der Versammlung vorgeschlagen, diesen Zeitraum zu nutzen, um die Springpfuhlpassage stärker ins Blickfeld der Anwohner zu rücken. Vorgeschlagen wurde eine attraktive Vorstellung der zwischenzeitlich wieder voll besetzten Passage im Internet und in der Mieterzeitung der degewo.
Als ein gewisser Höhepunkt wird die Organisation eines kleinen Events mit dem Thema „Der Nikolaus in der Springpfuhlpassage“ vorgeschlagen. Ähnliches haben wir schon mal 2008/09 versucht. Wir haben eine gute Musikschule und einen Posaunenchor in Marzahn und last not least eine Gruppe von Mädchen, verkleidet als die „Märkischen Spatzen“, die alte Weihnachtslieder ganz poppig singen können. Das Ganze könnte wie alle Jahre mit dem Schmücken des Weihnachtsbaums vor der Post beginnen - dafür haben wir ja die Tanne gegen x-Widerstände hinsetzen lassen- und könnte mit einen besinnlichen Nachmittag in der Passage bei Stollen und evt. einem Glas Glühwein fortgesetzt werden. Sicher spendet NORMA einen Sack Süßigkeiten für die Kinder und sicher fallen auch unseren Geschäftsleuten ein paar kleine Überraschungen ein. Einer unserer pfiffigen Vereinsmitglieder fragte ganz ernsthaft: Warum kann nicht der Hausherr der Passage unter Umständen gemeinsam mit dem Springpfuhl e.V. einfach die Bürgermeisterin und ein paar andere Honoratioren zum Stollen essen einladen.
So hat sich der Vorstand einen Auftrag eingefangen und wird versuchen, das Beste daraus zu machen.
Gleichzeitig wurde der Vorstand beauftragt, die bereits im Jahr 2007 durch das Bezirksamt zugesagte Prüfung zur Auflage eines Förderprogramms "City-Management Helene-Weigel-Platz" erneut ins Gespräch zu bringen.
Vor 10 Jahren schlossen sich Geschäftsleute der Springpfuhlpassage mit Unterstützung der Wohnungsbaugesellschaft Marzahn in einem Verein zusammen. Zunächst vor allem als Interessenvertretung der Gewerbetreibenden gedacht, stand der Verein von Anfang an interessierten Bürgern, die sich für die Entwicklung des Helene-Weigel-Platzes in seiner Gesamtheit interessierten, für die Mitarbeit offen.¹
Der Verein hat sich der seit seiner Gründung von der Überlegung leiten lassen, dass ein urbaner Platz mit einem gut funktionierenden Markt, aber auch mit einem anregenden kulturellen Leben von existenzieller Bedeutung für eine rege Geschäftstätigkeit und eine anziehende Wohnumgebung ist. Deshalb ist in der Satzung die Unterstützung von Maßnahmen zur Erhöhung der Attraktivität des Helene-Weigel-Platzes als Ziel des Vereins formuliert. Die Entwicklung des Platzes ist weitgehend von dem Engagement der Politik für die Gestaltung der dafür erforderlichen Rahmenbedingungen abhängig. Deshalb versteht sich der Verein immer als Partner der lokalen Politik, der degewo, der TLG Immobilien GmbH, anderer Gewerbetreibender sowie der anwohnenden Bürger. In gemeinsamer Arbeit mit der zur gleichen Zeit entstandenem INITIATIVE Helene-Weigel-Platz-einem parteiübergreifendem Zusammenschluss von Verordneten der BVV Marzahn - wurden wichtige Impulse für zu lösende Probleme gegeben.
Diese Überlegung, den Platz in seiner urbanen Vielfalt zu erfassen und die Geschäfts -und Produktwerbung sowie die Verbindung der Gewerbetreibenden mit den Bewohnern des Platzes in diesen Rahmen zu stellen wurde versucht auf 2 Wegen werbewirksam zu gewährleisten:
Um mit den vielfältigen Möglichkeiten des Platzes und Angeboten zu werben, aber auch zugleich als Wegweiser für die Anwohner und Besucher zu dienen, werden nahezu alle Geschäfte und Unternehmen in die Homepage aufgenommen, unabhängig davon ob sie dem Verein angehören oder nicht. So konnte die Page des Vereins zu einer gefragten Kommunikationsplattform für die Marzahner entwickelt werden Diese Überlegung hat zu außerordentlich hohen Zugriffen geführt und bleibt deshalb auch weiterhin bestimmend für die inhaltliche Gestaltung der Homepage. Dazu hat auch die Positionierung des Vereins zu kommunalpolitischen Fragen erheblich beigetragen. Diese Gestaltung kann so für eine längere Zeit, unter Berücksichtigung erforderlicher Aktualisierungen, stabil gehalten werden. Die Homepage wurde mit wichtigsten Marzahner Internetseiten, einschließlich der des Bezirksamtes verlinkt. Selbst unter Berücksichtung, dass die Daten der neuen Fassung der Homepage noch nicht von der Statistik erfasst sind, wurde vom 01.2010- 13.09. 2010 23.256 mal auf die Homepage zugegriffen.
Die 1. und 2. Springpfuhltage fanden 2001und 2002 in der Passage statt. Ab 2003, nachdem der überwiegende Teil der selbständigen Geschäftsleute
des Platzes dem Verein beigetreten war, wurden die Springpfuhltage als Veranstaltung „Rund um de Brunnen“ auf dem Helene-Weigel-Platz organisiert.
Den Schwerpunkt bildete immer ein interessantes Angebot für die Familien und die am Platz wohnenden Kinder. Durch die Einbeziehung von Marzahner Kinder-
und Jugendeinrichtungen (FAIR, Klinke, Pappelhof u.a.) mit Hilfe des Springpfuhlhauses konnte in jedem Jahr eine abwechslungsreiche Kinderparty gestaltet werden.
Die Preise und Getränke für die Kinder finanzierte der Verein.
Immer waren kulturelle Veranstaltungen Bestandteil des Festes: Talks mit Täve Schur und Klaus Feldman, Lesungen mit Rita Kuczinski und Jens Sparschuh
sowie die Lesung wider das Vergessen gemeinsam mit dem BA Marzahn-Hellersdorf und der B.V. VDN .e.V. Und natürlich auch „schräge“ Livemusik.
Last no least war in jedem Jahr das Gedränge groß, um an die Preise einer hochwertigen Tombola heranzukommen.
Den Unternehmen wurde in jedem Jahr Gelegenheit gegeben, sich mit interessanten Angeboten auf dem Platz zu präsentieren.
In bewährter Weise sorgten in jedem Jahr Mitarbeiter des Springpfuhlhauses und der "Klinke" mit von Vereinsmitgliedern gesponserten Bratwürsten, Backwaren und Getränken für das leibliche Wohl der Besucher zu kleinen Preisen.
Finanziert werden konnte die Veranstaltung durch die großzügige Unterstützung der degewo sowie das Sponsoring der Vereinsmitglieder und weiterer am Platz tätiger Gewerbetreibender.
Im Jahr 2002 wurde von der der INITIATIVE Helene-Weigel-Platz und dem Verein dem Bezirksrat für ökologische Stadtentwicklung vorgeschlagen,
das ausgearbeitete, aber nicht finanzierbare Projekt „Reparatur und Modernisierung“ nicht weiter zu verfolgen, und dafür
realisierbare Abschnitte zu entwickeln. So wurde u.a. vor der Post eine Tanne gepflanzt und ab 2006 jedes Jahr zum Nikolaustag von Kindern einer Kita weihnachtlich geschmückt.
Erwähnt werden soll auch, dass in den Jahren 2002-2005 im Alten Marzahner Rathaus so genannte „Rathausgespräche“ mit bekannten Persönlichkeiten aus Kultur,
Wirtschaft und Politik organisiert wurden, die viele Besucher anzog.
(Siehe: http://www.helene-weigel-platz.de/Alte%20HP/archiv/)
Die Entwicklung des Helene-Weigel-Platzes vom einstigen politischen Zentrum Marzahns zu einem Ortsteilzentrum verlief nicht reibungslos.
Trotz einer Reihe von Maßnahmen, wie z.B. der Reparatur und Modernisierung des Platzes einschließlich des Brunnenbereichs,
der Modernisierung der Wohngebäude, der Umgestaltung des Umfeldes waren entstehende Probleme nicht zu übersehen. Der Einzelhandels-Komplex stagnierte.
Die Verlagerung und Schließung von attraktiven Geschäften (Wohltat’sche Buchhandlung, ALDI, „multistore“ u.a.) sowie die unverhältnismäßige Erweiterung der
Verkaufsraunfläche durch die Ansiedlung von Discountern rund um den Platz führten zu einer spürbaren Verringerung der Anziehungskraft des Platzes.
Dazu trug auch die Verlagerung des Bürgerbüros nach Biesdorf bei. Der Verein betrachtete die Verlegung als Anzeichen dafür, dass der Helene-Weigel-Platz
mehr und mehr aus dem Blickfeld der örtlichen Politik rückt und protestierte gegen die Verlegung. In kürzester Zeit unterschrieben mehrere Tausend Bürger
die Forderung, die dem Bürgermeister übergeben wurde, diese Entscheidung zurück zu nehmen. Dieser Forderung liegt vor Allem die Tatsache zu Grunde, dass
in dem betroffenen Gebiet (ehemals Wohngebiet 1 von Marzahn) die älteste Wohnbevölkerung des Bezirks ansässig ist, die sich zufolge der Bevölkerungsprognose
weiter ungünstig entwickeln wird. Der Bezirksbürgermeister erklärte in einer Beratung mit dem Vorstand im September 2005, dass die Verlagerung
eine Entscheidung in Abwägung der realen Bedingungen und Möglichkeiten des Stadtbezirks sei. Er verwies darauf, dass die politische Mitte des Stadtbezirks
sich im Zusammenhang mit der Funktion des "Eastgate" in die Marzahner Promenade verlagere. In der Promenade sei ein modernes, allen Anforderungen gerecht
werdendes Bürgerbüro, eingerichtet dessen Nutzung für die Bürger im derzeitigen Einzugsbereich des Alten Marzahner Rasthauses, trotz des entstehenden Fahrweges,
zumutbar sei.
Der Verein hat dieses Problem nicht ad acta gelegt. Mehrfach wurde durch Vertreter des Bezirksamtes eine Prüfung zugesichert,
dass im Alten Rathaus, wie in einer ganzen Reihe anderer Bezirke Berlins, eine „mobile Einrichtung“ tageweise zur Verfügung gestellt wird.
Diese Zusage ist bisher nicht realisiert.
Im Februar 2006 wurde dem Verein durch die damalige Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft und Soziales der BVV und Sprecherin der INITIATIVE Helene-Weigel-Platz ermöglicht, in einer öffentlichen Sitzung die Entwicklungsprobleme des Platzes in ihrer Komplexität - den gewerblichen. sozialen und demographischen - darzulegen. . Es wurden Probleme aufgeworfen, die über die in der Satzung des Vereins festgelegten Aufgaben hinausgingen. (Siehe ND vom 18.10.2005). Dabei wird darauf verwiesen, dass mit den Förderprojekten "Wohntheke Großsiedlung Hellersdorf - Wohnen und Arbeiten in Hellersdorf. Wirtschaftsstärkung und nachhaltiges Standortmarketing" und "Unterstützung der Marzahner Promenade“ u.a. andere Prioritäten gesetzt wurden.
Folgerichtig konzentrierte der Verein deshalb seit 2005 seine Tätigkeit auf die Unterstützung aller Überlegungen und Bemühungen zur Neugestaltung der Westseite des Helene-Weigel-Platzes. Dabei hat sich der Verein zunächst vor allem auf die Unterstützung und Begleitung der Maßnahmen zur Reparatur und Modernisierung des Platzes und auf den möglichen konzentriert.
Bereits im Februar 2004 wurde gemeinsam mit der INITIATIVE Helene-Weigel-Platz eine gut besuchte Einwohnerversammlung im Alten Marzahner Rathhaus organisiert, in der die PARITÄTISCHE Gesundheitszentrum GmbH die in Augenschein genommene. Planung eines modernen Gesundheitszentrums am Helene-Weigel-Platz vorgestellt hat, ein Vorhaben, das als eine Chance für die Aufwertung und die Perspektive des Helene-Weigel-Platzes angesehen werden konnte. Im März wurde eine konstruktive Beratung zu diesem Thema mit leitenden Mitarbeitern der TLG durchgeführt. In der zweiten Jahreshälfte mussten jedoch zur Kenntnis genommen werden, dass die Verhandlungen der Gesundheits- GmbH mit dem Senat über den Kauf der Poliklinik nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Es war auch nicht gelungen, andere geeignete Investoren zu finden, die an einer langfristigen Entwicklung am Standort interessiert waren.
Im Januar 2007 wurden den neu gewählten Bezirksstadträten für Wirtschaft und dem für ökologische Stadtentwicklung in ausführlichen Gesprächen der Standpunkt des Vereins zur Entwicklung des Helene-Weigel-Platzes vorgetragen. Die Gespräche sollte aus Sicht des Vereins eine Grundlage für die Zusammenarbeit in der künftigen Legislaturperiode sein.
Ausgangspunkt bildeten die Ergebnisse der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft im Februar 2006 und die Information des BSR für ökologische Stadtentwicklung, vom September 2006 zur Bebauung der Westseite des Helene-Weigel-Platzes. Der BSR für Wirtschaft brachte zum Ausdruck, dass er die Marzahner Promenade und den Helene-
Weigel-Platz für die wichtigsten Entwicklungsgebiete des Stadtbezirks hält.
Er verwies darauf, dass die Verlegung des Bürgerbüros nach Biesdorf-Süd im Zusammenhang mit Errichtung eines Ärztehauses vertraglich gebunden ist.
Es soll jedoch nach Lösungen gesucht werden, die ein Angebot von Bürgerdiensten auch weiterhin im Alten Marzahner Rathaus ermöglichen. Gleichzeitig wurde zugesagt, die Auflage eine Förderprojekts "Standortentwicklung Helene-Weigel-Platz", zu prüfen. Der BZSR für ökologische Stadtentwicklung äußerte sich im Wesentlichen mit den gleichen Auffassungen.
Das Mitglied des Abgeordnetenhauses, Frau Liane Ollech und der Bezirksstadtrat für Ökologische Stadtentwicklung des Bezirksamtes haben auf Bitte des Springpfuhl e.V. am 21. März 2008 zu einem Sachstandsbericht "Entwicklung des Helene-Weigel-Platzes", mit dem Schwerpunkt „Bebauung der Westseite des Platzes“ eingeladen. Dieser Kreis ist in dieser Zusammensetzung erstmalig zu einer Beratung zu diesem Thema zusammen gekommen.
Ziel der Beratung war ein erster Austausch von Informationen über die Probleme und vorgesehene Entwicklungsmöglichkeiten des Wohn- und Gewerbestandortes Helene-Weigel-Platz.
Die Vertreter der TLG Immobilien GmbH betonten, dass der Platz als wichtiger Standort im Unternehmen eingeordnet ist, in den investiert werden soll.
Es wurde bestätigt, dass eine Bauvoranfrage eingereicht wurde. Die Leitung von Tengelmann habe entschieden, dass der Verbrauchermarkt Kaiser`s am Standort
verbleibt. Die Bauvoranfrage beinhaltet 6500 m Gewerbefläche, dar. 4000 m großflächigen Einzelhandel sowie 2500 m Dienstleistungs- und Praxisflächen.
Gegenwärtig wird an der Bildung eines Branchenmixes gearbeitet. Der Bezirksstadtrat für Ökologische Stadtentwicklung erläuterte ausführlich die in den
nächsten Jahren vorgesehenen Reparaturmaßnahmen zur städtebaulichen Aufwertung des Platzes und des Umfeldes. Der Geschäftsführer der degewo unterstützte ausdrücklich die Forderung des
Vereins für ein stärkeres Engagement des Bezirks zur Entwicklung des Helene-Weigel-Platzes und auch die Forderung zum den Erhalt des Bürgeramtes im Alten Marzahner Rathaus. Der Verein hat die Gelegenheit genutzt, um erneut darauf aufmerksam zu machen, dass ständig nach Möglichkeiten gesucht werden muss, um - wenn auch in kleineren Schritten - weitere Verbesserungen der Rahmenbedingungen für die Urbanität des Helene-Weigel-Platzes und die Gewerbeentwicklung zu finden.
Mit dem „Center am Helene-Weigel-Platz“ soll wieder ein unverwechselbarer Anziehungspunkt für die Marzahner mit weit reichenden Auswirkungen für den ganzen Platz entstehen. Nicht zuletzt dokumentiert auch die getroffenen Entscheidungen, dass die Marzahner Politiker den Platz wieder zu dem machen wollen, was er einmal war, zu einem beliebten, gerne besuchten Teil unserer Stadt.
Folgerichtig konzentriert der Verein deshalb seit 2005 seine Tätigkeit auf die Unterstützung aller Überlegungen und Bemühungen zur Neugestaltung
der Westseite des Helene-Weigel-Platzes und die Koordinierung der sich daraus ergebenden Konsequenzen bei der Entwicklung der Gewerbe und ihre Zusammenarbeit
mit den Bürgern. Schon frühzeitig wurde in diesem Sinne die Satzung des Vereins präzisiert auch unter dem Aspekt interessierte Bürger stärker in die Arbeit
einzubeziehen.
Im Jahr 2009 bestand das Hauptanliegen der Tätigkeit des Vereins, in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt und der TLG Immobilien,
die Anwohner und Marzahner über das Vorhaben zu informieren und in die Debatte einzubeziehen. Hunderte Anwohner drängten sich im Juli
in einer Einwohnerversammlung und beteiligten sich an einer heißen, teilweise kontroversen Diskussion.
Der Verein hat an der Idee mitgewirkt, dass das BA zur Bildung einer Steuerungsrunde zum Bau des Centers am Helene-Weigel-Platz einen Beschluss
fasst und hat sich mit 4 Vereinsmitgliedern aktiv an der Steuerrungsrunde beteiligt.
Am 23.03. 2010 informierten die Mitarbeiter des Natur- und Umweltamtes im Alten Marzahner Rathaus über den Stand der Bau- und Planungsarbeiten bei der weiteren Gestaltung des den Helene-Weigel-Platzes des Springpfuhlparks. Stand und die vorgesehenen nächsten Maßnahmen sind in der Homepage des Vereins zu finden.
Über den Arbeitstand und die erreichten Ergebnisse wird in der Jahreshauptversammlung berichtet.
Hilfreich war auch die Information von Bürgern über die bis dahin erreichten Ergebnisse und zu lösenden Probleme im Juli dieses Jahres im Alten Marzahner Rathaus, zu der Frau Ollech und der BZS für Ökologische Stadtentwicklung eingeladen hatten an der auch die TLG Immobilien GmbH und die degewo teilnahmen.
Anlässlich der Übergabe des rekonstruierten Helene-Weigel - Platzes wurde im April 2008, gemeinsam mit der Abteilung Ökologische Stadtentwicklung, der STRABAG AG, Berlin und Ströer Media Deutschland GmbH & Co.KG die Brunnensaison festlich eröffnet.
Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2010 und es ist logisch, dass sich in diesem Zeitraum teilweise unumkehrbare Veränderungen vollzogen haben und weiter vollziehen.
Es ist eine Verkaufsraumfläche entstanden, die mit der vorhandenen Kaufkraft nicht mehr in Übereinstimmung steht. Auch die prognostizierte Verringerungen der Bevölkerung sowie sozialen und demografischen Veränderungen müssen in die weiteren Überlegungen zur Gestaltung der Rahmenbedingungen einbezogen werden.
Der Bereich um den Helene-Weigel-Platz hat den höchsten Anteil der über 50 und den geringsten Anteil der 25-50jährigen sowie der 0-18jährigen Kinder und Jugendlichen im Stadtbezirk.
Eindeutig ist festzustellen: Kaiser`s ist und bleibt der Kaiser am Helene-Weigel-Platz, ein „Supermarkt alter Schule“, der den anwohnenden 15-20000 Einwohnern ein Vollsortiment anbietet, das sie seit 1 Jahr schmerzlich vermissen. Die im Berliner „Abendblatt“ vom 12. Dezember 2009 unter der Überschrift „Die Leiden der Platzbewohner. Statt im Lichterglanz versinkt der Helene-Weigel-Platz in Dreck und Baustellenlärm“ können deplazierter und von größerer Unkenntnis der realen Situation nicht sein. Ohne Shakespeare zu quälen heißt doch die Frage: Mehrere Leerstehende Ruinen oder ein belebender Neubau? Schönheit kann nun mal unterschiedlich bewertet werden. Das liegt immer am Auge des Betrachters und obliegt auch immer dem Zeitgeist.
Nachdrücklich sei fbemerkt, dass die Männer des Baubetriebes bisher einen hervorragenden Job bei der Neubebauung der Westseite des Helene-Weigel-Platzes gemacht haben, immer bemüht, die unumgänglichen Belästigungen für die Bürger so klein wie möglich zu halten.
Die vollständige Wirksamkeit des neu gebauten, modernen des Centers „als entscheidende Zäsur“ für die Entwicklung des Wohn-
und Gewerbegebietes Helene-Weigel-Platzes bedarf auch der Anstrengung und des Zusammenwirkens aller am Platz wirkenden Eigentümer und Gewerbetreibenden,
und verlangt auch, dass sich die Gewerbe auf die demographische Entwicklung einstellen.
In Anbetracht der Tatsache, dass am Standort mehrere Eigentümer mit unterschiedlichen Interessen tätig sind, wird der Verein versuchen,
auf einen möglichen Interessenausgleich Einfluss zu nehmen.
Für den Springpfuhl e.V. entstehen neue Möglichkeiten und Erfordernisse als koordinierenden Partner der gewerblichen Einrichtungen, des Bezirksamtes, der degewo, der TLG Immobilien GmbH und ihren Mietern sowie den Bürgern des Platzes.
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¹Der Platz wurde von 1976 bis 1985 nach der städtebaulichen Konzeption von Roland Korn, Peter Schweizer, Heinz Graffunder, Dieter Stingl u.a. Berliner Architekten errichtet. Das denkmalgeschützte Allte Marzahner Rathaus wurde nach Plänen von den Architekten Wolf-Rüdiger Eisentraut und Karin Bock gebaut.(http:// www. architekturbureau.at/start.html)
Am Donnerstag, dem 16.10.2008 führte der Springpfuhl e.V. seine Jahreshauptversammlung 2007 im Springpfuhlhaus durch.
Am Mittwoch, dem 22. Mai 2007 führte der Springpfuhl e.V. die Jahreshauptversammlung 2006 im Springpfuhlhaus durch.
Am 29.November 2006 führte der Springpfuhl e.V. im Bürgerhaus Marchwitzastraße die Jahreshauptversammlung für das Vereinsjahr 2005 durch.
Am 13. Juli 2005 führte der Springpfuhl e.V. in den Geschäftsräumen der Fahrschule "Berger & Schulze" die Jahreshauptversammlung für das Geschäftsjahr 2004 durch.
Am 10. Mai 2004 führte der Springpfuhl e.V. in den Geschäftsräumen der Fahrschule "Berger & Schulze" die Jahreshauptversammlung für das Geschäftsjahr 2003 durch.
Am 07.05.2003 führte der Springpfuhl e.V. in den Geschäftsräumen von "Berger & Schulze" die Jahreshauptversammlung für das Geschäftsjahr 2002 durch.
Am 23.04.2002 führte der Springpfuhl e.V. im Restaurant "Akropolis" die Jahreshauptversammlung 2001 durch.