Verein will Umzug des Bürgeramtes "Am Springpfuhl" verhindern

Marzahn. Der Verein Springpfuhl e.V. befürchtet, daß der geplante Umzug des Bürgeramtes dazu beiträgt, dass der Platz mehr und mehr verödet. Mehr als 2000 Unterschriften hat der Verein im vergangenen Jahr für den Erhalt des Bürgeramtes am jetzigen Standort gesammelt.

Seit fünf Jahren besteht der Verein, in dem sich Geschäftsleute aus dem Viertel zusammengeschlossen haben. Sie wollen durch Veranstaltungen auf dem Helene-Weigel-Platz und im Rathaus Marzahn das Stadtquartier lebendig halten.
Der Springpfuhl e.V. befürchtet jedoch, daß die Geschäfte Kunden verlieren, wenn 2007 erst einmal das Bürgeramt aus dem Rathaus nach Biesdorf verlegt wird. Der Umzug des Bürgeramtes nach Biesdorf ist zwar geplant, so der zuständige Amtsleiter Adolf Herbst, "doch bis zum Jahresende bleibt erst einmal alles beim Alten".

Nach Auffassung des Bezirksamtes können die Bewohner vom Helene-Weigel-Platz auch das Bürgeramt in der Marzahner Promenade nutzen. Bis dahin seien es nur wenige Minuten Fußweg.

Der Vereinsvorsitzende des Springpfuhl e.V., Dr. Helfrid Kreutzer, kritisiert die Entscheidung. "Es geht uns darum, Leben auf den Platz zu bringen", betont Kreutzer. Dazu gehörten nicht nur die Geschäfte in der Springpfuhlpassage und am Platz, sondern auch die öffentliche Einrichtung mit ihren Bürgerdiensten.

KT

Berliner Woche, Lokalausgabe für Marzahn, Mittwoch, 4. Januar 2006, Nr. 1

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